Für den Anfang reicht eines der beiden Werkzeuge, und beide kannst du gratis ausprobieren. Ein Abo kannst du dir später immer noch holen.
Der Prompt-Generator funktioniert mit beiden.
Wo du die Werkzeuge bekommst
ChatGPT
Von OpenAI. Im Browser auf chatgpt.com, als App fürs Handy im App Store oder bei Google Play. Konto am besten mit deiner beruflichen E-Mail-Adresse anlegen.
Claude
Von Anthropic. Im Browser auf claude.ai, ebenfalls als Handy-App erhältlich. Claude schreibt in Deutsch besonders natürlich und eignet sich sehr gut für Elternbriefe und alle Texte, die „nach dir“ klingen sollen.
Gratis oder Abo?
Für den Einstieg reicht die Gratis-Version. Sie kann alles, was der Prompt-Generator braucht, du kannst nur nicht unbegrenzt viele Fragen stellen.
| Gratis | Abo | |
|---|---|---|
| Was es kostet | Nichts, nur ein Konto. | ChatGPT Plus rund 23 €/Monat (die kleinere Stufe „Go“ rund 8 €), Claude Pro rund 18 €/Monat. Stand August 2026, Preise können sich ändern. |
| Wie viel du fragen kannst | Begrenzt. Nach einigen Nachrichten heißt es warten. Bei Claude zum Beispiel nach etwa 10 bis 15 Nachrichten für ein paar Stunden. | Deutlich mehr Nachrichten, kaum Wartezeiten. Für tägliche Vorbereitung der spürbarste Unterschied. |
| Bilder erzeugen | Bei ChatGPT eingeschränkt möglich, bei Claude gar nicht. | Bei ChatGPT ohne enge Grenzen dabei. Deshalb wählen viele Lehrkräfte dort das Abo. |
| Dateien hochladen | Grundfunktionen gehen bei beiden, etwa ein Arbeitsblatt als Foto zeigen. | Größere Dateien, mehr auf einmal, längere Gespräche. |
| Die stärksten Modelle | Meist die mittlere Modellstufe. Für Unterrichtsmaterial in aller Regel reicht das. | Zugriff auf die jeweils besten Modelle. Merkbar bei langen, anspruchsvollen Aufgaben. |
Arbeite zuerst zwei Wochen gratis. Wenn dich das Limit dabei öfter bremst, hol dir das Abo für das Werkzeug, das dir besser liegt. Beide gleichzeitig braucht kaum jemand.
Tipps fürs Klassenzimmer
- Probier jeden Prompt zuerst selbst aus. In die Klasse geht nur, was du vorher gelesen hast. Das gilt besonders, wenn du etwas über den Beamer zeigst.
- Rechne nach und schau nach. ChatGPT erfindet manchmal Zahlen oder Fakten und klingt dabei völlig sicher. Verantwortlich für das Material bist du.
- Das Konto gehört dir, nicht den Kindern. ChatGPT ist laut den Nutzungsbedingungen erst ab 13 Jahren erlaubt, Claude erst ab 18. Du arbeitest mit der KI, die Kinder arbeiten mit deinem Material.
- Keine Kindernamen eintippen. Schreib zum Beispiel „ein Kind der 2. Klasse, das langsam liest“. Auch Fotos von Kindern und Diagnosen gehören nicht in den Chat, denn alles, was du eintippst, landet auf den Servern der Anbieter.
- Ein Elternbrief aus der KI ist ein Entwurf. Er geht erst raus, wenn du ihn gelesen und angepasst hast.
Das Rezept: die sechs Bausteine eines guten Prompts
Ein guter Prompt hat sechs Bausteine. Der Generator setzt sie automatisch für dich zusammen, hier siehst du, was er tut.
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Rolle
Sag der KI, wer sie sein soll: „Du bist eine erfahrene Lehrkraft für die Grundstufe.“ Dann antwortet sie auf diesem Niveau.
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Kontext
Fach, Klasse und Alter der Kinder. Was du weglässt, muss die KI raten.
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Aufgabe
Was genau soll entstehen? „Plane eine Stunde zum Thema Hunderterraum“ ist besser als „Hilf mir bei Mathe“.
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Format
Wie soll das Ergebnis aussehen? Eine Tabelle mit Minutenangaben, zehn Aufgaben oder ein halbseitiger Brief. Sonst bekommst du einen langen Fließtext.
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Qualitätsregeln
Deine Leitplanken: altersgerechte Sprache, genau eine richtige Lösung pro Aufgabe, keine erfundenen Wörter.
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Rückfragen erlauben
„Wenn dir etwas fehlt, stell mir zuerst bis zu drei kurze Rückfragen.“ Mit diesem Satz bekommst du Ergebnisse, die zu deiner Klasse passen.
Das Buch zum Nachlesen
Hier kannst du dir „Entspannt durchs Schuljahr – mit ChatGPT“ als PDF herunterladen, falls dein Exemplar gerade in der Schule liegt.
Damit der Download erscheint, gib bitte auf der Werkstatt-Seite einmal dein Passwort ein.
Fach und Klasse wählen, Prompt kopieren, fertig.